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Kurzbericht zu Radprotestfahrt gegen die Zerstörung der Donauuferbahn

Vorweg: Ich hab ja schon an etlichen Aktionen teilgenommen; das war wirklich eine kreative, schöne und in gewissem Sinne zumindest erfolgreiche Aktion

Von Amstetten fuhren am 2.8.2016 noch 7 Leute weg, und so 2 Monate vorher hatten wir uns von der Verkehrswende NÖ gesagt, wir müssen einfach ein Zeichen setzen, dass ein Zerstörungswerk nicht einfach hingenommen wird. Überraschenderweise merkten wir – schon in einem Cafe -, dass durch einen ausgewogenen Artikel in der Bezirkszeitung TIPS die Bevölkerung davon wusste, und wir eigentlich nur Zustimmung antrafen.

Was wir hautnah erlebten, war der massive LKW-Verkehr; nördlich der Donau ist in diesem Abschnitt der Radweg nur ansatzweise vorhanden. Eine Familie kehrte um, weil für Kinder das wahrlich nicht lustig ist. Genau diese LKWs -  viele davon sind LKW-Maut-Flüchtlinge - auf die die Schiene zu bringen, wäre das Hauptanliegen einer Aktivierung der Donauuferbahn, und dafür gibt umfassende Ausarbeitungen. Es scheiterte alles vor allem daran, dass das Land meint, dass sich die Unternehmen bzw. Gemeinden diese Infrastruktur selbst zahlen sollen.

Die Fahrt selbst war durch das schöne Wetter, den günstigen Wind, die Donaunähe und durch die Landschaft (Strudengau!), wie auch durch das berechtigte Thema, die angetroffene Zustimmung und auch durch die vielen tollen AktivistInnen ein bleibendes Erlebnis. Es wurden immer mehr, beim Gespräch mit den Bürgermeistern Gruber von Marbach und Mitmasser von Persenbeug wie anderen Gemeinderäten und Ortsansässigen war en dann über 40. Die zwei Bürgermeister schilderten eindrucksvoll die langen Ausseinandersetzungen zur Rettung der Donauuferbahn. Karl Piaty, bekannter Konditor aus Waidhofen/Y. brachte seine langjährigen Erfahrungen im Kampf gegen die Zerstörung der Ybbstalbahn ein und hielt diese denkwürdige Zusammenkunft auf Videos fest. (unten)

https://www.youtube.com/watch?v=FUPmpnJPavE&feature=youtu.be

Schließlich gingen wir damit auseinander, dass es nach vielen Jahren nun einen Verkehrsminister gibt, dem Regionalbahnen ein Anliegen sind, und wir bei ihm in letzter Minute eine Initiative starten werden.

Es wäre vieles zu sagen, z. B. dass wir auch auf der Gemeinde in Hofamt Priel waren, dass Herr Höbarth aus OÖ dabei war, dem wesentlich zu verdanken ist, dass die Donauuferbahn in OÖ weiter geht (eben bis zur NÖ-Grenze), und dass wir vom anerkannten „Eisenbahnpapst“ in NÖ beste Grüße erhielten. Eine letztlich skurrile Sache war, dass durch ein Missverständnis ein Offizieller davon ausging, die Besprechung sei von der (Landes-)NÖVOG initiiert. Am Abend fuhren dann noch einige mit einem Panoramawagen der Wachaubahn von Emmersdorf nach St. Pölten, und wir hatten dabei ein sehr konstruktives Gespräch mit einem Vertreter der NÖVOG.

Immerhin berichtete dann auch die Krone darüber. Zur Abrundung noch eine Presseaussendung des grünen Verkehrssprechers hat ebenfalls www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160802_OTS0037/willi-zu-donauuferbahn-regionalbahnen-erhalten-statt-auflassen

Und Bilder von Otto: drive.google.com/folderview?id=0B2Sa6uPh5mIlZHFxbkxCcm41QnM&usp=sharing