Newsletter

  

 

 

 

 

        

 

Geschichte 1997 - 2003

100 Jahre Thayatalbahn (1903 - 2003) - Teil 2

Die Reaktivierungsversuche von 1997 bis 2003

27. 2. 1997: Schreiben an den neuen Verkehrsminister C. Einem. Information über Grenzübergang Fratres sowie der Hinweis auf das Schreiben von LH Pröll an den Vorgänger Scholten vom 25. 11. 96.

15. 3. 1997: Zusammentreffen mit BM C. Einem in Zwettl. Bei Mittagessen hatte ich Gelegenheit über die Thayatalbahn zu sprechen. Es wurde kurzfristig ein Besprechungstermin im Verkehrsministerium vereinbart. An dieser Besprechung nahmen Präs. Koczur und ich sowie der pers. Sekretär des Minister Karl Telfs und DI Parrer teil. Es wurde vereinbart, dass Parrer innerhalb von 4 Wochen alle noch offenen Fragen auflisten solle, die dann am 28. 5. behandelt werden sollen.

18. 4. 1997: Auf Grund einer Streckenbegehung mit der ÖBB-Fahrweg-Regionalleitung NÖ Nord erstellte deren Leiter DI Pleva eine Kostenschätzung – für Abtrag, Neubau sowie Brückenadaptierungen entstünden Kosten in der Höhe von 48,3 Mill Schilling.

28. 5. 1997: 1. Koordinierungsgespräch über Einladung des 2. Präs. d. NÖ-Landtages Anton Koczur in den Räumen der ECO-Plus in Wien unter Beteiligung d. Verkehrsministeriums, der ÖBB, der NÖVOG und der NTB. Da auch hier DI Parrer alle Bemühungen abblockte, kam es zu keinem weiteren Koordinierungsgespräch. DI Parrer erstellte Ergänzungsfragen zur ARE-Feasibility-Studie, welche unbedingt noch geklärt werden müssten. Ich habe diesen Fragenkatalog zwar in kürzester Zeit ausgewertet, es gab jedoch keine einzige Nachfrage von Seiten des Ministeriums.

Am Ende der Sitzung stellten die Vertreter des Landes NÖ und die Vertreter der Region fest, dass nun der Zeitpunkt für eine ministerielle Entscheidung gekommen sei.

9. 6. 1997: Abtragungsverfahren gem. § 12 EisbG. des Streckenabschnittes Waldkirchen – Staatsgrenze in Waldkirchen, aufgenommen vom Amt der NÖ Landesregierung.

Auf Grund des klaren politischen Auftrages lt. NÖ-Landesverkehrskonzept wurde das Abtragungsverfahren kurze  Zeit später wieder ausgesetzt, durchgeführt wurden lediglich die angeordneten Sofortmaßnahmen. Endgültig außer Kraft gesetzt werden kann das Abtragungsverfahren aber nur mehr durch die Wiederinbetriebnahme.

1. 7. 1997: Besprechung im Verkehrsministerium mit Sektionschef Dr. Hartig und DI Parrer – NTB-Komitee (Präs. Koczur, BR Boden, E. Schmidt). Grundsätzliche Aussagen: BM wartet auf Anbot des Landes (obwohl dieses seit 25. 11. 96 in Briefform von LH Pröll vorlag!), Land muss 50 % des Betriebsabganges decken. Koczur sehr verärgert über Verzögerungstaktik des Bundes  abschließend: er werde künftig gegen Kampfmaßnahmen der Region nicht mehr einschreiten.

1. 8. 1997: DI Otfried Knoll übernahm als Geschäftsführer die NÖVOG. DI Dr. Stindl wechselte zur ÖBB.

15. 8. 1997: Straßenblockade des ÖGB beim Straßengrenzübergang Fratres von 9.00 bis 11.00 Uhr – eine Region begehrt auf – Wiedereröffnung Bahngrenzübergang wird verschleppt – Schwerverkehr soll auf die Straße u. ä. Slogens waren zu sehen. (Reaktion der NÖN - forderte Straßenausbau)

Ein Antrag der tsch. Wirtschaft, den Straßenübergang für Klein-LKW´s zu öffnen, wurde von der BH Waidhofen/Th. abgelehnt.